Filialkirche Hl. Klemens, Sankt Klementen (Kärnten)

Am Land – Kappel am Krappfeld (1)

Im nun schon wieder seinem Ende zugehenden Monat April hat Reisebloggerin Susanne Maier eine Blogparade zum Thema „Kleine Städte“ veranstaltet. Ich hatte kurz überlegt, mich daran zu beteiligen, aber am Ende erschienen mir meine hier geposteten Beiträge dann doch als zu abwegig und abgelegen, um für das Zielpublikum von Reisblogs im engeren Sinn interessant zu sein. Was vielleicht eine Fehleinschätzung meinerseits ist, aber sei’s drum…

Interessanterweise behandeln meine beiden jüngsten Blog-Posts vom April mit Ybbs an der Donau und Althofen nun aber tatsächlich kleine Städte, und mit Grein und Stockerau war dieses Thema in diesem Frühjahr hier auch sonst schon gut vertreten. Das ist natürlich kein Zufall, denn Klein- und Kleinststädte wie diese sind für Österreich doch recht charakteristisch. Immerhin 201 Orte mit Stadtrecht gibt es hierzulande, dazu noch eine Handvoll Gemeinden, die zwar nicht den Rang, sehr wohl aber den Charakter und die Einwohnerzahl einer (Klein-) Stadt besitzen (z.B. Rankweil in Vorarlberg). Dennoch lebt ein erheblicher Teil der Bevölkerung nach wie vor auf dem Land, in Streusiedlungen und Dörfern, manche davon Orte, die aus nicht mehr bestehen als einem einsam gelegenen Kirchlein mit drei oder vier Bauernhöfen drumherum.

Zu diesen letztgenannten Orten zählt auch das Kärntner Sankt Klementen – heute offiziell ein Ortsteil der Gemeinde Kappel am Krappfeld – das bei der letzten Volkszählung auf ganze 16 Einwohner kam. Wie schon der Ortsname deutlich macht, bildet die dem Heiligen Klemens geweihte Kirche den Kern der Siedlung. Den Kern allerdings nur in symbolischem, nicht aber in topographischem Sinn: Der im Wesentlichen aus dem 15. Jahrhundert stammende Bau liegt abseits der Häuser, in freiem Feld auf einer kleinen Anhöhe, die mit einer Friedhofsmauer befestigt ist. Diese kleine Erhöhung reicht, damit das Kirchlein auf dem für Kärntner Verhältnisse recht flachen Krappfeld weithin sichtbar ist – auch wenn es wohl übertrieben wäre, hier die beliebte Phrase „in beherrschender Lage“ anzuwenden. Dennoch, der elegante Fünfachtel-Chorschluss und der schlanke spätgotische Turm (mit barocker Zwiebelhaube) verleihen dem Bau einen preziösen Charakter und machen ihn damit, zumindest aus einer gewissen Nähe, durchaus zum Blickfang.

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Many of my recent post have dealt with buildings in towns and cities, so I figured it was time to take a trip to the countryside for a change. The small Carinthian village of Sankt Klementen (number of inhabitants: 16) represents a typical kind of rural settlement in Austria’s more alpine regions: just a handful of houses scattered around a church. In the case of Sankt Klementen, the church is a fine, mostly 15th century structure, located on an elevation in the open field, surrounded by a walled cemetery.

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