Ehm. Meierhofkapelle, Schwarzenau (Niederösterreich)

Am nördlichen Ortsrand von Schwarzenau stößt man, direkt an der Straße nach Waidhofen, auf eine kleine Barockkapelle aus der Zeit um 1600. Sie wird von einem Walmdach bedeckt, in dessen Mitte sich ein Dachreiter mit Zwiebelhelm erhebt. Portal und Fenster haben steinerne Rahmungen, die übrigen Zierelemente – Eckquaderung sowie Pilaster an den Längswänden – sind hingegen bloß in rotem Farbton aufgemalt.

Isoliert wie der kleine Bau heute dasteht, könnte man ihn für eine alte Wegkapelle halten, tatsächlich ist er aber das letzte Überbleibsel eines größeren Ensembles: Ursprünglich gehörte er nämlich zu einem Meierhof, der seinerseits das landwirtschaftliche Anhängsel von Schloss Schwarzenau bildete. Das bedeutende Renaissance-Schloss steht, rund 300 Meter südlich der Kapelle, nach wie vor, der Meierhof aber wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört. Nur der kleine Sakralbau erinnert heute noch an ihn.

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