Wasserturm, St. Aegyd am Neuwalde (Niederösterreich)

Am Bahnhof II

Wir bleiben, wie angekündigt, noch am Bahnhof von St. Aegyd am Neuwalde

Zum Antrieb einer Dampflok braucht es zwei grundlegende Dinge: Kohle (bzw. ein anderes Brennmaterial) und Wasser. Zur fixen Ausstattung von Bahnhöfen einer bestimmten Größe gehörte im 19. Jahrhundert daher ein Wasserspeicher, üblicherweise in Form eines Wasserturms. In St. Aegyd ist ein solcher, wenige Meter neben dem Stationsgebäude, noch erhalten. Er wurde allerdings nicht freistehend errichtet, sondern wird von zwei ebenerdigen Nebengebäuden flankiert. Man könnte auch sagen: Er verfügt über zwei symmetrisch angelegte Seitenflügel – aber eine solche Formulierung wäre wohl für einen Palast angemessener als für so einen Nutzbau.

Ein gewisser ästhetischer Reiz lässt sich bei aller Schlichtheit aber auch diesem Gebäude nicht absprechen. Während das benachbarte Aufnahmegebäude ganz aus Naturstein besteht, besticht der Wasserspeicher durch die Kombination verschiedener Materialien: Das Erdgeschoß ist auch hier steinsichtig, das leicht vorkragende Obergeschoß des Turmaufbaus hingegen mit Holz verkleidet. Die Holzverkleidung selbst ist ganz und gar schnörkellos. Durch die hier angewandte Boden-/Deckelschalung entsteht aber ein auffälliges „geripptes“ Profil. Vor allem in der Schrägansicht erhält die Bretterwand dadurch eine Struktur, die doch auch einen dekorativen Effekt erzielt.

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